Ich bin morgens reingegangen ins Luisenhospital, dann ging es auch schon direkt gut los. Die üblichen Voruntersuchungen, Röntgen, Gespräch mit dem Narkosearzt, halt der übliche Quatsch.
Dann wurde es schwer interessant.
Die Sentinell-Untersuchung stand an.
Dazu musste ich per Taxi ungefähr einen halben Kilometer zur Radiologiepraxis gefahren werden, dort wurde per Nadel (ungefähr so ein Kaliber wie Heparin) Kontrastmittel in die Brust gespritzt. Nein, es tat nicht weh, die Nadel war dünn genug.
Dann hieß es 4 Stunden warten, die habe ich dann in der City zugebracht. Ich habe mir Sushi gegönnt, bin spazieren gegangen, habe mir Häkelzeug gekauft, halt alles, was so ablenkt. Mit meinen Leuts telefoniert (*gg) und halt nur gewartet.
Nach Ablauf der Zeit bin ich dann zurück zur Praxis und es wurden Röntgenaufnahmen gemacht. Dann hieß es Geduld beweisen, Ruhe bewahren (was wunderbar geklappt hat) und auf die OP mental vorbereiten.
Das kam mir beim Warten in den Sinn:
Am Vorabend der Schlacht
bin ich ruhig, gelassen, klar
die Linien sind besetzt
die Messer gezückt, die
Schwerter gewetzt
Am Vorabend der Schlacht
bin ich sicher, kühl und stark
kein Zweifel, kein Zaudern, keine Angst
rührt mein Herz
Am Vorabend der Schlacht
zähl ich die Häupter der Andr'en nicht
ruhe in mir selbst
nehme den Kampf auf
Mutig, wacker, frohen Herzens
mein Gedanke gilt
denen, die mich zu kämpfen lehrten
Am Vorabend der Schlacht
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