Montag, 28. Dezember 2009

Containment III

Ich möchte Euch hier einen genaueren Überblick geben über das, was ich gegen meinen „Gnom“ mache:

Wie ich erzählte, wende ich die Technik „Containment“ an.
Das Wort ist ein Terminus der Streitkräfte (ebenfalls in der Politik kommt es vor) und bedeutet Eindämmung.
Nun, was hat das mit Krebs zu tun? Eine ganze Menge:

Eindämmung sagt es doch. Den Knoten daran hindern, zu streuen, auszuufern und zu wandern. Demgemäß habe ich ihn in Kevlarer-Folie eingewickelt. Ich hätte auch eine Brenn-Lampe draufhalten können, ein Lichtkreis drumherum ziehen, eine Mauer aufbauen, ihn einfrieren, egal, jedes Bild, was passend ist, hätte durchgeführt werden können.

Mir flog – woher auch immer – als ich mit ihm (meinem Bruder) darüber sprach, spontan das Bild von Kevlaer zu, Ich kenne das Zeug vom Angeln her, daraus werden Vorfächer gemacht, die man beim Raubfischangeln benötigt. Und, die Viecher haben ähnlich spitze Zähne, wie mein Gnom. Also= Treffer! Das erste Angriffsziel war eingeloggt, die erste Strategie geplant. Schon da sahen wir beide, wie das Kerlchen die Ohren beträchlich auf halbmast hängen ließ…*hahahahah
Dann habe ich weitere hinzugefügt:
Ich habe den Knoten dann eingewickelt, dann zusätzlich eingenäht. Mit unzerreißbarem Garn. Und, jeden Abend lege ich eine neue Schicht Folie drauf, und nähe diese zu. Dann wickele ich Duck-Tape drum herum. Und jedes Mal wenn ich mich an der Stelle stoße, wenns mir weh tut, dann ziehe ich – nicht nur mental – einen Lichtkreis, ja genau, gegen den Uhrzeigersinn – drum herum. Also, er sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis und wird Freitag herausgeschnibbelt. Ende.

Containment bedeutet haber noch mehr:

Was genau so wichtig ist, ist, dass der Körper nicht mein Feind ist! Nur der Knoten, der muss weg. Der Rest von mir (und ich habe verd… viel Rest*gg) wird gehätschelt, gepflegt, und gebauchpinselt.
Wie? Ganz einfach:
Das Meer der Ruhe, dort bin ich jeden Tag mehrfach, immer wenn ich merke, dass ich es brauche, gehe ich dort entweder mental schwimmen, liege am Strand, schaue in die Sonne. Und, ich bade regelrecht in schönen Erinnerungen, guten Gefühlen, gönne mir gutes, nahrhaftes, vitaminreiches Essen.

Dann dope ich mich mit meiner Lieblingsmusik, trinke guten Tee, ertrinke in guten Schaumbädern, (mental und wirklich) und lasse jede Art von Anforderungen, die von außen an mich gestellt werden, an mir ablaufen, wie Wasser an einer Entenfeder. Außer, ich möchte selber etwas tun, dann tue ich es. Aber, Zwang, Druck, Beherrschung…NEIN! Das läuft nicht.

Wenn der Gnom am Freitag herausoperiert ist, wird die Technik geändert und eine neue Taktik gefahren.
Hierüber folgt dann später mehr.

Morag

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