Morgen, nein, richtiger nachher ist es soweit. Es ist jetzt nach zwölf, schlafen kann ich nicht, aber das tut nichts. Allerhand zieht durch meinen Geist.
Ich muss/werde mich wappnen mit guten Gefühlen, Lachen, Liebe, und einem Bad im Meer der Ruhe. Gnom, auf dich wartet schon jemand, der hat HUNGER!
Guten Appetit Jungs!
Nun ist es etwas später, gerade geht die Sonne auf. Es ist noch nicht ganz halb sechs in der Früh. Die Vögel zwitschern, dass es eine Pracht ist, Wunderschön!!
Leider sind so viele Wolken am Himmel, dass die Sonne, kaum dass sie hinterm Horizont hoch ist, direkt dahinter verschwindet. Aber, ich weiß ja, dass sie DA ist. Genau so, wie ich weiß, dass ich TROTZ der Diagnose, trotz des Knotens, noch da bin.
Gerade lese ich in einem Buch den Satz "Er sah mich an, als wenn ich schon tot sei". Der ist aus dem Buch "Das Anti-Krebs-Buch" von David Servan-Schreiber. Der Autor, ein Arzt, hat einen Gehirntumor (er hatte insgesamt zwei davon) und sein Freund, selbst ein "Weißkittel" reagiert da so komisch. Ich kann diesen Satz nur unterschreiben, solche Blicke habe ich auch schon mehrfach gesehen und kenne meine Diagnose erst seit zwei Wochen. Ich habe gestern überlegt, was wohl werden wird. Ich wollte mein Testament machen, habe es aber nicht getan. Nun, das ist das erste auf meiner To-Do-Liste, wenn ich aus dem Krankenhaus heraus komme.
Ein paar meiner Leuts machen ein Heilungsritual für mich. Schön!
Ab und an schweifen meine Gedanken nun doch davon, aber ich habe mir, wie vereinbart, vorgenommen, mich an dem Tau, welches mich mit dem Leben, meinen Lieben und allem verbindet, festzuklammern. Alle sind sie bei mir, ebenso wie mein Mann, meine Schwester, meine Mutter. Das tut gut.
Dann ziehen Gedanken über meinen Mann durch meinen Kopf, ich kann sie aber nicht richtig fassen. Nun, das wird noch.
Phu, ich bin noch müde, ich leg mich doch noch hin....
Angst? Nervosität? Momentan sitze ich bis zum Hals in meinem Meer der Ruhe, bade und genieße. Da ist kein Platz für die dunklen Gefühle. Im Gegenteil, ich fühle mich, seitdem ich weiß, was ich habe runder, ganzer...besser.
So, nun ist viertel nach acht...ich bin an der Reihe.
.....
Montag, 28. Dezember 2009
Ich bin morgens reingegangen ins Luisenhospital, dann ging es auch schon direkt gut los. Die üblichen Voruntersuchungen, Röntgen, Gespräch mit dem Narkosearzt, halt der übliche Quatsch.
Dann wurde es schwer interessant.
Die Sentinell-Untersuchung stand an.
Dazu musste ich per Taxi ungefähr einen halben Kilometer zur Radiologiepraxis gefahren werden, dort wurde per Nadel (ungefähr so ein Kaliber wie Heparin) Kontrastmittel in die Brust gespritzt. Nein, es tat nicht weh, die Nadel war dünn genug.
Dann hieß es 4 Stunden warten, die habe ich dann in der City zugebracht. Ich habe mir Sushi gegönnt, bin spazieren gegangen, habe mir Häkelzeug gekauft, halt alles, was so ablenkt. Mit meinen Leuts telefoniert (*gg) und halt nur gewartet.
Nach Ablauf der Zeit bin ich dann zurück zur Praxis und es wurden Röntgenaufnahmen gemacht. Dann hieß es Geduld beweisen, Ruhe bewahren (was wunderbar geklappt hat) und auf die OP mental vorbereiten.
Das kam mir beim Warten in den Sinn:
Am Vorabend der Schlacht
bin ich ruhig, gelassen, klar
die Linien sind besetzt
die Messer gezückt, die
Schwerter gewetzt
Am Vorabend der Schlacht
bin ich sicher, kühl und stark
kein Zweifel, kein Zaudern, keine Angst
rührt mein Herz
Am Vorabend der Schlacht
zähl ich die Häupter der Andr'en nicht
ruhe in mir selbst
nehme den Kampf auf
Mutig, wacker, frohen Herzens
mein Gedanke gilt
denen, die mich zu kämpfen lehrten
Am Vorabend der Schlacht
Dann wurde es schwer interessant.
Die Sentinell-Untersuchung stand an.
Dazu musste ich per Taxi ungefähr einen halben Kilometer zur Radiologiepraxis gefahren werden, dort wurde per Nadel (ungefähr so ein Kaliber wie Heparin) Kontrastmittel in die Brust gespritzt. Nein, es tat nicht weh, die Nadel war dünn genug.
Dann hieß es 4 Stunden warten, die habe ich dann in der City zugebracht. Ich habe mir Sushi gegönnt, bin spazieren gegangen, habe mir Häkelzeug gekauft, halt alles, was so ablenkt. Mit meinen Leuts telefoniert (*gg) und halt nur gewartet.
Nach Ablauf der Zeit bin ich dann zurück zur Praxis und es wurden Röntgenaufnahmen gemacht. Dann hieß es Geduld beweisen, Ruhe bewahren (was wunderbar geklappt hat) und auf die OP mental vorbereiten.
Das kam mir beim Warten in den Sinn:
Am Vorabend der Schlacht
bin ich ruhig, gelassen, klar
die Linien sind besetzt
die Messer gezückt, die
Schwerter gewetzt
Am Vorabend der Schlacht
bin ich sicher, kühl und stark
kein Zweifel, kein Zaudern, keine Angst
rührt mein Herz
Am Vorabend der Schlacht
zähl ich die Häupter der Andr'en nicht
ruhe in mir selbst
nehme den Kampf auf
Mutig, wacker, frohen Herzens
mein Gedanke gilt
denen, die mich zu kämpfen lehrten
Am Vorabend der Schlacht
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Containment III
Ich möchte Euch hier einen genaueren Überblick geben über das, was ich gegen meinen „Gnom“ mache:
Wie ich erzählte, wende ich die Technik „Containment“ an.
Das Wort ist ein Terminus der Streitkräfte (ebenfalls in der Politik kommt es vor) und bedeutet Eindämmung.
Nun, was hat das mit Krebs zu tun? Eine ganze Menge:
Eindämmung sagt es doch. Den Knoten daran hindern, zu streuen, auszuufern und zu wandern. Demgemäß habe ich ihn in Kevlarer-Folie eingewickelt. Ich hätte auch eine Brenn-Lampe draufhalten können, ein Lichtkreis drumherum ziehen, eine Mauer aufbauen, ihn einfrieren, egal, jedes Bild, was passend ist, hätte durchgeführt werden können.
Mir flog – woher auch immer – als ich mit ihm (meinem Bruder) darüber sprach, spontan das Bild von Kevlaer zu, Ich kenne das Zeug vom Angeln her, daraus werden Vorfächer gemacht, die man beim Raubfischangeln benötigt. Und, die Viecher haben ähnlich spitze Zähne, wie mein Gnom. Also= Treffer! Das erste Angriffsziel war eingeloggt, die erste Strategie geplant. Schon da sahen wir beide, wie das Kerlchen die Ohren beträchlich auf halbmast hängen ließ…*hahahahah
Dann habe ich weitere hinzugefügt:
Ich habe den Knoten dann eingewickelt, dann zusätzlich eingenäht. Mit unzerreißbarem Garn. Und, jeden Abend lege ich eine neue Schicht Folie drauf, und nähe diese zu. Dann wickele ich Duck-Tape drum herum. Und jedes Mal wenn ich mich an der Stelle stoße, wenns mir weh tut, dann ziehe ich – nicht nur mental – einen Lichtkreis, ja genau, gegen den Uhrzeigersinn – drum herum. Also, er sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis und wird Freitag herausgeschnibbelt. Ende.
Containment bedeutet haber noch mehr:
Was genau so wichtig ist, ist, dass der Körper nicht mein Feind ist! Nur der Knoten, der muss weg. Der Rest von mir (und ich habe verd… viel Rest*gg) wird gehätschelt, gepflegt, und gebauchpinselt.
Wie? Ganz einfach:
Das Meer der Ruhe, dort bin ich jeden Tag mehrfach, immer wenn ich merke, dass ich es brauche, gehe ich dort entweder mental schwimmen, liege am Strand, schaue in die Sonne. Und, ich bade regelrecht in schönen Erinnerungen, guten Gefühlen, gönne mir gutes, nahrhaftes, vitaminreiches Essen.
Dann dope ich mich mit meiner Lieblingsmusik, trinke guten Tee, ertrinke in guten Schaumbädern, (mental und wirklich) und lasse jede Art von Anforderungen, die von außen an mich gestellt werden, an mir ablaufen, wie Wasser an einer Entenfeder. Außer, ich möchte selber etwas tun, dann tue ich es. Aber, Zwang, Druck, Beherrschung…NEIN! Das läuft nicht.
Wenn der Gnom am Freitag herausoperiert ist, wird die Technik geändert und eine neue Taktik gefahren.
Hierüber folgt dann später mehr.
Morag
Wie ich erzählte, wende ich die Technik „Containment“ an.
Das Wort ist ein Terminus der Streitkräfte (ebenfalls in der Politik kommt es vor) und bedeutet Eindämmung.
Nun, was hat das mit Krebs zu tun? Eine ganze Menge:
Eindämmung sagt es doch. Den Knoten daran hindern, zu streuen, auszuufern und zu wandern. Demgemäß habe ich ihn in Kevlarer-Folie eingewickelt. Ich hätte auch eine Brenn-Lampe draufhalten können, ein Lichtkreis drumherum ziehen, eine Mauer aufbauen, ihn einfrieren, egal, jedes Bild, was passend ist, hätte durchgeführt werden können.
Mir flog – woher auch immer – als ich mit ihm (meinem Bruder) darüber sprach, spontan das Bild von Kevlaer zu, Ich kenne das Zeug vom Angeln her, daraus werden Vorfächer gemacht, die man beim Raubfischangeln benötigt. Und, die Viecher haben ähnlich spitze Zähne, wie mein Gnom. Also= Treffer! Das erste Angriffsziel war eingeloggt, die erste Strategie geplant. Schon da sahen wir beide, wie das Kerlchen die Ohren beträchlich auf halbmast hängen ließ…*hahahahah
Dann habe ich weitere hinzugefügt:
Ich habe den Knoten dann eingewickelt, dann zusätzlich eingenäht. Mit unzerreißbarem Garn. Und, jeden Abend lege ich eine neue Schicht Folie drauf, und nähe diese zu. Dann wickele ich Duck-Tape drum herum. Und jedes Mal wenn ich mich an der Stelle stoße, wenns mir weh tut, dann ziehe ich – nicht nur mental – einen Lichtkreis, ja genau, gegen den Uhrzeigersinn – drum herum. Also, er sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis und wird Freitag herausgeschnibbelt. Ende.
Containment bedeutet haber noch mehr:
Was genau so wichtig ist, ist, dass der Körper nicht mein Feind ist! Nur der Knoten, der muss weg. Der Rest von mir (und ich habe verd… viel Rest*gg) wird gehätschelt, gepflegt, und gebauchpinselt.
Wie? Ganz einfach:
Das Meer der Ruhe, dort bin ich jeden Tag mehrfach, immer wenn ich merke, dass ich es brauche, gehe ich dort entweder mental schwimmen, liege am Strand, schaue in die Sonne. Und, ich bade regelrecht in schönen Erinnerungen, guten Gefühlen, gönne mir gutes, nahrhaftes, vitaminreiches Essen.
Dann dope ich mich mit meiner Lieblingsmusik, trinke guten Tee, ertrinke in guten Schaumbädern, (mental und wirklich) und lasse jede Art von Anforderungen, die von außen an mich gestellt werden, an mir ablaufen, wie Wasser an einer Entenfeder. Außer, ich möchte selber etwas tun, dann tue ich es. Aber, Zwang, Druck, Beherrschung…NEIN! Das läuft nicht.
Wenn der Gnom am Freitag herausoperiert ist, wird die Technik geändert und eine neue Taktik gefahren.
Hierüber folgt dann später mehr.
Morag
Ärger...über mich? über wen?
Unverständnis schlägt mir entgegen
brandet mich an wie wilde Wellen,
gekrönt von Kopfschütteln und Ablehnung
Un normal, nicht normal, verrückt, bekloppt
dem allgemeinen Standpunkt nicht gerecht
verdrängung, ablehnung, abwendung
begreifen nicht, was ich hier tu
sehen nur, dass ich es anders mach als
sie es selbst wahrscheinlich täten
doch was nützt weinen, schrein, jammern
verantwortlich machen, ja, bitte wen?
Wer ist denn schuld an dem dilemma?
kann keinen zur Verantwortung ziehn
als mich selbst, mein Ich, mein Wesen
wenn sie mich komisch anschaun denn
dann sollen sie! Mir ist’s dreimal egal,
ob links herum, ob rechts herum
ich bleib so grade wie ich bin
was andre sagen, stört mich nicht
brandet mich an wie wilde Wellen,
gekrönt von Kopfschütteln und Ablehnung
Un normal, nicht normal, verrückt, bekloppt
dem allgemeinen Standpunkt nicht gerecht
verdrängung, ablehnung, abwendung
begreifen nicht, was ich hier tu
sehen nur, dass ich es anders mach als
sie es selbst wahrscheinlich täten
doch was nützt weinen, schrein, jammern
verantwortlich machen, ja, bitte wen?
Wer ist denn schuld an dem dilemma?
kann keinen zur Verantwortung ziehn
als mich selbst, mein Ich, mein Wesen
wenn sie mich komisch anschaun denn
dann sollen sie! Mir ist’s dreimal egal,
ob links herum, ob rechts herum
ich bleib so grade wie ich bin
was andre sagen, stört mich nicht
Situationsbericht
So langsam gehen mir die Nerven Galopp....ich hab schiss vor morgen,. Der Wächter-untersuchung...die Aussicht, mit Nadeln, die normalerweise fürs blutabnehmen benutzt werden in die Brust gestochen zu werden, erfreut mich gar nicht...aber SCH...egal!
Das schaff ich auch noch.
Freitag ist es soweit.
Wäre es doch schon geschafft!
Halt, Moment, junge Frau: Ich muss mich mal bremsen. Sonst drehe ich den Motor so hoch, dass ich hier wie ein Gummi-Teufel durch die Wohnung hoppse.
Ich hab einiges an Gedichten und Sachen im Kopf....das muss jetzt erstmal zu Papier
Das schaff ich auch noch.
Freitag ist es soweit.
Wäre es doch schon geschafft!
Halt, Moment, junge Frau: Ich muss mich mal bremsen. Sonst drehe ich den Motor so hoch, dass ich hier wie ein Gummi-Teufel durch die Wohnung hoppse.
Ich hab einiges an Gedichten und Sachen im Kopf....das muss jetzt erstmal zu Papier
nachdenkliche Gedanken...
Ruhe, Frieden, Kraft
im größten Chaos ist es
doch zu finden, auch wenn’s
oft nicht so scheint
so ist doch irgendwo ein Licht
Seelen, die deine rührn und
dir zeigen, so schwarz ist die
Umwelt nicht
brauch nur mein Herz zu öffnen und
zu fragen
bin nicht allein, fühl es jederzeit
auch wenn ab und an doch
Traurigkeit nach mir greift
doch dunkel ist’s nie für lang
ist nur minutenweis, kurz,
doch auch nicht bedrohlich, nein
weiß ich doch dass
mir jemand die Hände reicht
bin ich heute. Mir geht einiges im Kopf herum. Gedanken, was wird, was passiert...aber das ist kontraproduktiv. Hinweg mit schlechten Gedanken!
Ich geh jetzt eine Runde in's Meer der Ruhe!
Morag
im größten Chaos ist es
doch zu finden, auch wenn’s
oft nicht so scheint
so ist doch irgendwo ein Licht
Seelen, die deine rührn und
dir zeigen, so schwarz ist die
Umwelt nicht
brauch nur mein Herz zu öffnen und
zu fragen
bin nicht allein, fühl es jederzeit
auch wenn ab und an doch
Traurigkeit nach mir greift
doch dunkel ist’s nie für lang
ist nur minutenweis, kurz,
doch auch nicht bedrohlich, nein
weiß ich doch dass
mir jemand die Hände reicht
bin ich heute. Mir geht einiges im Kopf herum. Gedanken, was wird, was passiert...aber das ist kontraproduktiv. Hinweg mit schlechten Gedanken!
Ich geh jetzt eine Runde in's Meer der Ruhe!
Morag
Wie geht die Familie mit MIR um?
Ich hab so das Gefühl, dass ich so langsam weiß, warum meine Familie so „verdaddert“ ist, über meine Art und Weise, wie ich mit meiner Diagnose umgehe..die haben alle erwartet, dass ich zusammenbrech, heul, lamentier, jammer..aber nichts davon hab ich gemacht. Komisch..anstatt dass die sich freuen, dass ich so damit umgehe.
Sogar meine Mutter, die ja selbst Betroffene ist, nein, sogar sie meinte „JA das kommt noch“. Warum? Was hab ich davon, wenn ich heulend auf den Boden trampel und mich beschwer? Gar nix!
Im gegenteil, so langsam aber sicher macht mich deren Art und Weise, mir zu zeigen, dass ich mich „unnormal“ verhalte ärgerlich. Darüber werde ich wütend. Ich würde mal gern wissen, wie andere, die auch Krebs haben, damit umgehen…Na ja, ab morgen hab ich ja reichlich Gelegenheit das nachzuforschen. Da wo ich hinkomme sind ja jede Menge Frauen.
Ach ja, wollt ich euch erzählen:
Am Tag wo ich auf mein Ergebnis gewartet habe kommt eine junge Dame mir entgegen, eine irre verrückte Kappe auf, in Rot-Orange, mit Blumenmuster, so ein Ding zwischen Fugger-Kappe und Bonnet. Da hab ich noch bei mir überlegt „Hm..das wäre auch was für mich“ (denn ich hab ein Mützen- und Hütefaible) und blickt mich an, lächelt, (ich hatte grad einen kleinen Wut-Panikanfall gemeistert) und sagt „Musst Du zur Stanze?“ „Ne“ sag ich „Ergebnis“. Sie nickt wissend, blickt mich erneut prüfend an und fängt an zu erzählen. Sie hat 6 von diesen Dingern schon hinter sich bringen müssen, immer mit wechselndem Ergebnis. Nun teilte sie mir mit, dass sie ein äußerst aggressives Gen geerbt hat, welches ihr eine 50%ige Rezidiv“chance“ (das ist äußerst ironisch gemeint..so klang sie auch, aber in keiner Weise aufgebend oder negativ) eingebracht hat und erklärte, was ihr bevorsteht. Wenn ich recht erinnere, werde ich sie denke ich morgen auf Station wieder treffen…
Dann haben wir uns gegenseitig von unseren Stanz-Erfahrungen erzählt (die deckungsgleich waren, genau das was ich gefühlt hab, hat sie auch gefühlt bei ihren Untersuchungen) Nach diesem Gespräch habe ich mir gedacht „Ja. Das ist der richtige Weg“.
Sogar meine Mutter, die ja selbst Betroffene ist, nein, sogar sie meinte „JA das kommt noch“. Warum? Was hab ich davon, wenn ich heulend auf den Boden trampel und mich beschwer? Gar nix!
Im gegenteil, so langsam aber sicher macht mich deren Art und Weise, mir zu zeigen, dass ich mich „unnormal“ verhalte ärgerlich. Darüber werde ich wütend. Ich würde mal gern wissen, wie andere, die auch Krebs haben, damit umgehen…Na ja, ab morgen hab ich ja reichlich Gelegenheit das nachzuforschen. Da wo ich hinkomme sind ja jede Menge Frauen.
Ach ja, wollt ich euch erzählen:
Am Tag wo ich auf mein Ergebnis gewartet habe kommt eine junge Dame mir entgegen, eine irre verrückte Kappe auf, in Rot-Orange, mit Blumenmuster, so ein Ding zwischen Fugger-Kappe und Bonnet. Da hab ich noch bei mir überlegt „Hm..das wäre auch was für mich“ (denn ich hab ein Mützen- und Hütefaible) und blickt mich an, lächelt, (ich hatte grad einen kleinen Wut-Panikanfall gemeistert) und sagt „Musst Du zur Stanze?“ „Ne“ sag ich „Ergebnis“. Sie nickt wissend, blickt mich erneut prüfend an und fängt an zu erzählen. Sie hat 6 von diesen Dingern schon hinter sich bringen müssen, immer mit wechselndem Ergebnis. Nun teilte sie mir mit, dass sie ein äußerst aggressives Gen geerbt hat, welches ihr eine 50%ige Rezidiv“chance“ (das ist äußerst ironisch gemeint..so klang sie auch, aber in keiner Weise aufgebend oder negativ) eingebracht hat und erklärte, was ihr bevorsteht. Wenn ich recht erinnere, werde ich sie denke ich morgen auf Station wieder treffen…
Dann haben wir uns gegenseitig von unseren Stanz-Erfahrungen erzählt (die deckungsgleich waren, genau das was ich gefühlt hab, hat sie auch gefühlt bei ihren Untersuchungen) Nach diesem Gespräch habe ich mir gedacht „Ja. Das ist der richtige Weg“.
wie geht die Familie damit um??
Hm..das ist eine gute Frage.
Die meisten wundern sich, dass ich so stark bin...ich weiß mittlerweile, woher ich die Kraft nehme. Aus meinem Meer der ruhe (Maare nostrum). das steht auch in meiner Mastaba.
Ja es ist nicht einfach damit klar zu kommen, ich freu mich nicht, aber ich habe mir auch gesagt, dass ich weder aufgebe, noch krieche noch sonstwas tun werde. Das kommt nicht in die Tüte. Das passt auch nicht zu mir.
warum ich so offen damit vor die Tür geh?
Nun...warum nicht? Das gehört nun zu mir und ich werde mich damit arrangieren. Es annehmen.
was anderes geht nicht.
Morag
Die meisten wundern sich, dass ich so stark bin...ich weiß mittlerweile, woher ich die Kraft nehme. Aus meinem Meer der ruhe (Maare nostrum). das steht auch in meiner Mastaba.
Ja es ist nicht einfach damit klar zu kommen, ich freu mich nicht, aber ich habe mir auch gesagt, dass ich weder aufgebe, noch krieche noch sonstwas tun werde. Das kommt nicht in die Tüte. Das passt auch nicht zu mir.
warum ich so offen damit vor die Tür geh?
Nun...warum nicht? Das gehört nun zu mir und ich werde mich damit arrangieren. Es annehmen.
was anderes geht nicht.
Morag
So...die Diagnose steht...
Die Diagnose, die ich erhielt, war genau die, die ich erwartet hatte. Krebs.
Das musste ich erst einmal sacken lassen.
Da ich ja schon so was geahnt hatte, warum auch immer, hatte ich schon Tage vorher etwas ins Forum geschrieben. Ich rede hier von meinen Haiku der dunklen Art. Das Entstehungsdatum der Haiku ist der 21.06.2009. Passenderweise kam schon 3 Tage vor der Mammographie ein Stein zu mir, ein Kyanit. Dieser ist hilfreich, wenn das Leben aus den Fugen gerät (und das ist es nun gewaltig..) und zur Erfüllung der Lebensaufgabe…nun ja. Mal sehen, was noch so passiert..(einiges deutet sich jetzt schon an)
also: Hier ist der Text: (er steht auch in meiner Mastaba, aber ich poste ihn hier auch nochmal)
Furcht, Zweifel und Angst
sind alte Bekannte
kennen mein Ich gut
Das Rad dreht sich fix
Leben trinkt man wie den Tee
heißer, bittrer Trank
Steine wachsen schnell
Zeit verrint langsam und sanft
Knochen zerfallen
Das Licht wechselt
Helle wird zu Dunkelheit
rotes Blatt fliegt davon
Musik tanzt im Blau
Töne trösten die Wolken
Die Sonne geht nun
So stand ich an diesem Donnerstag abend im Krankenhaus und überlegte „Was jetzt?“ Ich schwor mir dort schon einiges, wie ich mit der Sache umgehen werde, so habe ich für mich beschlossen, dass im worst Case mir kein Plastik an den Leib kommen wird, da dies für mich sich nach „Verdrängen, Nicht-Annehmen und von-mir-Weisen“ anfühlt. Schlicht, etwas vorspiegeln, was nicht dort ist, was nicht mehr wahr ist, und, dies will und werde ich nicht mehr tun. Ich habe mich lange genug verbogen, jetzt ist Schluss damit!
Komischerweise, nein, eigentlich nicht komischerweise war ich während des Gesprächs mit dem Arzt völlig ruhig, genau so ruhig, wie ich vorher aufgelöst war. Ich wusste ja, was kam. Dort erklärte er mir, dass als erstes jetzt diesen Donnerstag der Wächter-Lymphknoten gemarkert wird. Dies ist notwendig, da geprüft werden muss, ob dieser auch schon entartete Zellstrukturen enthält. Wenn dem so sein sollte, wird alles an Lymphknoten aus der Achselhöhle herausgenommen, ist dem nicht so, bleiben diese dort, wo sie sind, und es wird nur der Wächter entnommen. Am nächsten Tag wird operiert.
Als ich dann zu Fuß – um wieder zu mir zu kommen – nach Hause ging, habe ich mir zusammen mit einem meiner Leute überlegt, wie am besten zu verfahren ist. Der Gute hat eine derartig gute Intuition, dass es schon fast unheimlich ist.
Wir kamen überein, die Technik des „Containment“ anzuwenden, bzw. er riet mir dazu. Da ich ihm a) vertraue und b) mich auf seine Intuition verlasse (wenn mich meine in einer solchen Situation im Stich lässt) habe ich auch direkt damit begonnen, und kann nur sagen es ist ein gutes Gefühl. Es macht Mut, schenkt Zuversicht und ist für mich ein guter Weg. Es fühlt sich einfach passend an. Ich erkläre euch das mal:
Containment heißt: Der Körper ist nicht dein Feind! Es wird nur der Tumor bekämpft. Der restliche Teil von mir wird mit guten Gefühlen, Selbstliebe, Kraft, Stärke, guter Ernährung, Sorgfalt und guten Gefühlen gefüttert. Der Tumor (oder wie ich gern sag, mein Ferengi, denn ich sah ihn in der Gestalt eines kleinen, knurrigen, übellaunigen, spitzzähnigen Gnomes) wird in Kevlaer-Folie eingeschweißt, zugenäht, eingewickelt und ein Schutzkreis aus Licht kommt drum herum. Schon als ich es mit ihm besprach, wie ich die Technik anwende, ließ der Kerl die Ohren hängen. Dies tat ich einen Tag später und es hat unheimliche Arbeit gekostet, dies durchzuführen. Er hat sich gewehrt, gemault, gejammert aber es half ihm nichts (*gg)
Dann habe ich ihm erklärt, dass ich ihm keinerlei Energie mehr zuführen werde, sei es in Forum von nicht passenden Lebensmitteln, Frust, Ärger oder sonstigen Sachen.
Jeden Abend wickle ich bewusst eine Folie darüber, nähe es nochmals zu, wickle Duc-Tape drum herum und sorge so dafür, dass der da bleibt, bzw. genauer: dass er nicht streuen kann. Denn Freitag fliegt er raus!
Was auch zum Containment gehört ist, seine Gefühle, Gedanken aufschreiben und herauslassen. Keinerlei emotionaler Stress mehr, nichts mehr zulassen, was einem unpassend vorkommt. Auch die Ernährung ist mir mittlerweile sehr wichtig geworden, so esse ich zum Beispiel kein Schweinefleisch mehr. Ich kann es schlichtweg nicht, es ekelt mich geradezu an. Was ich nun sehr gern hab, ist Fisch und Rind. Überhaupt, alles was rot ist, und grün (Kräuter, lecker! Aprikosen, Pfirsiche, Melonen..hmmm) wird verstärkt. Ja regelrecht gefordert, ich bin zum Beispiel letztes Wochenende beim Einkaufen gewesen, dort lachte mich ein Bund Radischen an, die hätte ich fast beim Kaufmann so aufgegessen…oder Samstags darauf, die Aprikosen…lecker!
(30.06.2009)
Das musste ich erst einmal sacken lassen.
Da ich ja schon so was geahnt hatte, warum auch immer, hatte ich schon Tage vorher etwas ins Forum geschrieben. Ich rede hier von meinen Haiku der dunklen Art. Das Entstehungsdatum der Haiku ist der 21.06.2009. Passenderweise kam schon 3 Tage vor der Mammographie ein Stein zu mir, ein Kyanit. Dieser ist hilfreich, wenn das Leben aus den Fugen gerät (und das ist es nun gewaltig..) und zur Erfüllung der Lebensaufgabe…nun ja. Mal sehen, was noch so passiert..(einiges deutet sich jetzt schon an)
also: Hier ist der Text: (er steht auch in meiner Mastaba, aber ich poste ihn hier auch nochmal)
Furcht, Zweifel und Angst
sind alte Bekannte
kennen mein Ich gut
Das Rad dreht sich fix
Leben trinkt man wie den Tee
heißer, bittrer Trank
Steine wachsen schnell
Zeit verrint langsam und sanft
Knochen zerfallen
Das Licht wechselt
Helle wird zu Dunkelheit
rotes Blatt fliegt davon
Musik tanzt im Blau
Töne trösten die Wolken
Die Sonne geht nun
So stand ich an diesem Donnerstag abend im Krankenhaus und überlegte „Was jetzt?“ Ich schwor mir dort schon einiges, wie ich mit der Sache umgehen werde, so habe ich für mich beschlossen, dass im worst Case mir kein Plastik an den Leib kommen wird, da dies für mich sich nach „Verdrängen, Nicht-Annehmen und von-mir-Weisen“ anfühlt. Schlicht, etwas vorspiegeln, was nicht dort ist, was nicht mehr wahr ist, und, dies will und werde ich nicht mehr tun. Ich habe mich lange genug verbogen, jetzt ist Schluss damit!
Komischerweise, nein, eigentlich nicht komischerweise war ich während des Gesprächs mit dem Arzt völlig ruhig, genau so ruhig, wie ich vorher aufgelöst war. Ich wusste ja, was kam. Dort erklärte er mir, dass als erstes jetzt diesen Donnerstag der Wächter-Lymphknoten gemarkert wird. Dies ist notwendig, da geprüft werden muss, ob dieser auch schon entartete Zellstrukturen enthält. Wenn dem so sein sollte, wird alles an Lymphknoten aus der Achselhöhle herausgenommen, ist dem nicht so, bleiben diese dort, wo sie sind, und es wird nur der Wächter entnommen. Am nächsten Tag wird operiert.
Als ich dann zu Fuß – um wieder zu mir zu kommen – nach Hause ging, habe ich mir zusammen mit einem meiner Leute überlegt, wie am besten zu verfahren ist. Der Gute hat eine derartig gute Intuition, dass es schon fast unheimlich ist.
Wir kamen überein, die Technik des „Containment“ anzuwenden, bzw. er riet mir dazu. Da ich ihm a) vertraue und b) mich auf seine Intuition verlasse (wenn mich meine in einer solchen Situation im Stich lässt) habe ich auch direkt damit begonnen, und kann nur sagen es ist ein gutes Gefühl. Es macht Mut, schenkt Zuversicht und ist für mich ein guter Weg. Es fühlt sich einfach passend an. Ich erkläre euch das mal:
Containment heißt: Der Körper ist nicht dein Feind! Es wird nur der Tumor bekämpft. Der restliche Teil von mir wird mit guten Gefühlen, Selbstliebe, Kraft, Stärke, guter Ernährung, Sorgfalt und guten Gefühlen gefüttert. Der Tumor (oder wie ich gern sag, mein Ferengi, denn ich sah ihn in der Gestalt eines kleinen, knurrigen, übellaunigen, spitzzähnigen Gnomes) wird in Kevlaer-Folie eingeschweißt, zugenäht, eingewickelt und ein Schutzkreis aus Licht kommt drum herum. Schon als ich es mit ihm besprach, wie ich die Technik anwende, ließ der Kerl die Ohren hängen. Dies tat ich einen Tag später und es hat unheimliche Arbeit gekostet, dies durchzuführen. Er hat sich gewehrt, gemault, gejammert aber es half ihm nichts (*gg)
Dann habe ich ihm erklärt, dass ich ihm keinerlei Energie mehr zuführen werde, sei es in Forum von nicht passenden Lebensmitteln, Frust, Ärger oder sonstigen Sachen.
Jeden Abend wickle ich bewusst eine Folie darüber, nähe es nochmals zu, wickle Duc-Tape drum herum und sorge so dafür, dass der da bleibt, bzw. genauer: dass er nicht streuen kann. Denn Freitag fliegt er raus!
Was auch zum Containment gehört ist, seine Gefühle, Gedanken aufschreiben und herauslassen. Keinerlei emotionaler Stress mehr, nichts mehr zulassen, was einem unpassend vorkommt. Auch die Ernährung ist mir mittlerweile sehr wichtig geworden, so esse ich zum Beispiel kein Schweinefleisch mehr. Ich kann es schlichtweg nicht, es ekelt mich geradezu an. Was ich nun sehr gern hab, ist Fisch und Rind. Überhaupt, alles was rot ist, und grün (Kräuter, lecker! Aprikosen, Pfirsiche, Melonen..hmmm) wird verstärkt. Ja regelrecht gefordert, ich bin zum Beispiel letztes Wochenende beim Einkaufen gewesen, dort lachte mich ein Bund Radischen an, die hätte ich fast beim Kaufmann so aufgegessen…oder Samstags darauf, die Aprikosen…lecker!
(30.06.2009)
So fing es an
Hallo Ihr Lieben,
Ich möchte Euch etwas erzählen. Ich gehe damit nach außen, um anderen Frauen, die dasselbe haben, Mut zu machen, ihnen einen Weg aufzeigen, wie man auch mit dem „großen bösen K“ auch genannt Krebs umgehen kann, denn nun bin ich nicht nur Angehöriger, sondern direkt betroffen.
Ja ihr hört richtig.
Ich bin nun 39 Jahre alt und habe eine Genveränderung auf dem sog. „P10“ Gen, welches sich im Fachchinesisch Cowden-Syndrom nennt. Das ist auch unter „Hammartomatöser Polyposis“ bekannt.
Das verursacht u.a. Polypen, die zwar meist gutartig sind, aber eben auch die generelle Krebsgefahr erhöhen und die Dinger letztendendes irgendwann entarten lassen kann.
Dies bedeutet für mich im Klartext seit 9 Jahren eine stetige gedankliche Belastung, denn wenn man jedes Jahr die große Tour fährt, von Magen- über Darmspiegelung, Mammographie, Schilddrüsentests hat man irgendwann von allen Leuten, die im weißen Kittel daherkommen, die Nase gestrichen voll. Trotz allem bin ich regelmäßig treu und brav zu den Untersuchungen gegangen.
Nun war es so, dass ich schon seit meinem 21 Lebensjahr von einem Knoten in der linken Brust weiß. Damals, als ich zum ersten Mal deswegen zur Frauenärztin gegangen bin, hieß es noch „So ein Quatsch, mit 21 hat man keine Knoten in der Brust“. Ich ging dann zu einem anderen Arzt, der mich lange Jahre betreut hat, der schickte mich dann halt jedes Jahr zur Untersuchung. Ich hatte halt lange Glück.
Doch ungefähr seit der vorletzten Untersuchung (die war 2008) begann sich der betreffende Bereich zu verändern, so umerklich, dass es mir zuerst gar nicht aufgefallen ist. Erst als ich vor ein paar Tagen auf dem Sofa lag und die Hand auf meiner Flanke liegen hatte, spürte ich dort den Knoten, und zwar so groß, dass ich erschrak.
Die Konsequenz war, dass ich mir sofort einen Termin beim Frauenarzt ausgemacht habe, den Termin hatte ich an meinem Geburtstag.
Mein Doc „jagte“ mich geradezu zur Mammographie, die fand noch am gleichen Tag statt. Gleichzeitig wurde ein Termin zur Stanze vereinbart. Diese fand am Mittwoch danach statt.
Beim Termin im Luisenhospital war ich ziemlich nervös, hatte aber „Backup“ an meiner Seite. Es ging, es war auszuhalten. Dort zeigte der Arzt mir das Ultraschallbild, es sah genau so aus, wie man das von den Filmen her kennt, wenn die Ärzte sich betreten abwenden und „Raumforderung“ murmeln..Interessant war es schon, dort zuzuschauen, ich konnte genau sehen, dass es zwei Knoten sind. Einer ist glattflächig, der andere ist hat dieses „schwarze Loch“. Dann erklärte mir der Arzt, was er tut, wie er es tut und ich konnte, als ich mich wieder etwas gefangen hatte, bei der Untersuchung zusehen.
Es ist schon komisch, wenn man sieht, wie sich die Nadel auf dem Ultraschallbild bewegt…aber nun ja. Als der Arzt in den ersten Knoten stach um Proben zu entnehmen, war es fast schmerzlos, gut auszuhalten. Jedoch bei der zweiten Probenentnahme, die in diesem „schwarzen Gewebe“ stattfand, schrie ich vor Schmerz auf. Es fühlte sich an, als ob er mir mit einem Hammer über die Rippe geschlagen hätte. Auf meine Beschwerde hin meinte der Doc „Nein hab ich nicht“ dann meinte ich sofort, dass er nun in dem anderen Bereich Proben entnommen hatte. Der Arzt bejahte und meinte „Ich muss aber nochmal da rein“. Gewappnet gegen das, was kommen musste, ging es denn weiter, und wieder tat die Entnahme ziemlich weh. Die letzte war dann wieder in dem „festen“ Bereich und wieder schmerzlos zu ertragen. Dies machte mich stutzig.
Als ich dann mit dem Arzt besprach, wann ich das Ergebnis erhalten sollte, meinte ich so zu ihm „Hm..das wird wohl was sein, was?“ Er meinte dann „so schnell schießen die Preußen ja nu nicht, lassen sie uns erstmal nachsehen“. Tags drauf sollte ich dann wiederkommen.
So tat ich auch, wieder mit meinem Backup an meiner Seite. Das war auch sehr gut, dass ich nicht allein war, denn der Arzt ließ mich über zwei Stunden warten. Wie meine Nerven Galopp gelaufen sind, brauch ich euch nicht zu erzählen, was?
Der Witz bei der Sache ist folgender:
Ich wusste von Anfang an, seit ich vom Tisch nach der Stanze aufgestanden bin, was kommt. So hatte ich keine Angst vor dem Ergebnis, ich war nur nervös, weil ich allein vor dem Arztzimmer stand..
Ich möchte Euch etwas erzählen. Ich gehe damit nach außen, um anderen Frauen, die dasselbe haben, Mut zu machen, ihnen einen Weg aufzeigen, wie man auch mit dem „großen bösen K“ auch genannt Krebs umgehen kann, denn nun bin ich nicht nur Angehöriger, sondern direkt betroffen.
Ja ihr hört richtig.
Ich bin nun 39 Jahre alt und habe eine Genveränderung auf dem sog. „P10“ Gen, welches sich im Fachchinesisch Cowden-Syndrom nennt. Das ist auch unter „Hammartomatöser Polyposis“ bekannt.
Das verursacht u.a. Polypen, die zwar meist gutartig sind, aber eben auch die generelle Krebsgefahr erhöhen und die Dinger letztendendes irgendwann entarten lassen kann.
Dies bedeutet für mich im Klartext seit 9 Jahren eine stetige gedankliche Belastung, denn wenn man jedes Jahr die große Tour fährt, von Magen- über Darmspiegelung, Mammographie, Schilddrüsentests hat man irgendwann von allen Leuten, die im weißen Kittel daherkommen, die Nase gestrichen voll. Trotz allem bin ich regelmäßig treu und brav zu den Untersuchungen gegangen.
Nun war es so, dass ich schon seit meinem 21 Lebensjahr von einem Knoten in der linken Brust weiß. Damals, als ich zum ersten Mal deswegen zur Frauenärztin gegangen bin, hieß es noch „So ein Quatsch, mit 21 hat man keine Knoten in der Brust“. Ich ging dann zu einem anderen Arzt, der mich lange Jahre betreut hat, der schickte mich dann halt jedes Jahr zur Untersuchung. Ich hatte halt lange Glück.
Doch ungefähr seit der vorletzten Untersuchung (die war 2008) begann sich der betreffende Bereich zu verändern, so umerklich, dass es mir zuerst gar nicht aufgefallen ist. Erst als ich vor ein paar Tagen auf dem Sofa lag und die Hand auf meiner Flanke liegen hatte, spürte ich dort den Knoten, und zwar so groß, dass ich erschrak.
Die Konsequenz war, dass ich mir sofort einen Termin beim Frauenarzt ausgemacht habe, den Termin hatte ich an meinem Geburtstag.
Mein Doc „jagte“ mich geradezu zur Mammographie, die fand noch am gleichen Tag statt. Gleichzeitig wurde ein Termin zur Stanze vereinbart. Diese fand am Mittwoch danach statt.
Beim Termin im Luisenhospital war ich ziemlich nervös, hatte aber „Backup“ an meiner Seite. Es ging, es war auszuhalten. Dort zeigte der Arzt mir das Ultraschallbild, es sah genau so aus, wie man das von den Filmen her kennt, wenn die Ärzte sich betreten abwenden und „Raumforderung“ murmeln..Interessant war es schon, dort zuzuschauen, ich konnte genau sehen, dass es zwei Knoten sind. Einer ist glattflächig, der andere ist hat dieses „schwarze Loch“. Dann erklärte mir der Arzt, was er tut, wie er es tut und ich konnte, als ich mich wieder etwas gefangen hatte, bei der Untersuchung zusehen.
Es ist schon komisch, wenn man sieht, wie sich die Nadel auf dem Ultraschallbild bewegt…aber nun ja. Als der Arzt in den ersten Knoten stach um Proben zu entnehmen, war es fast schmerzlos, gut auszuhalten. Jedoch bei der zweiten Probenentnahme, die in diesem „schwarzen Gewebe“ stattfand, schrie ich vor Schmerz auf. Es fühlte sich an, als ob er mir mit einem Hammer über die Rippe geschlagen hätte. Auf meine Beschwerde hin meinte der Doc „Nein hab ich nicht“ dann meinte ich sofort, dass er nun in dem anderen Bereich Proben entnommen hatte. Der Arzt bejahte und meinte „Ich muss aber nochmal da rein“. Gewappnet gegen das, was kommen musste, ging es denn weiter, und wieder tat die Entnahme ziemlich weh. Die letzte war dann wieder in dem „festen“ Bereich und wieder schmerzlos zu ertragen. Dies machte mich stutzig.
Als ich dann mit dem Arzt besprach, wann ich das Ergebnis erhalten sollte, meinte ich so zu ihm „Hm..das wird wohl was sein, was?“ Er meinte dann „so schnell schießen die Preußen ja nu nicht, lassen sie uns erstmal nachsehen“. Tags drauf sollte ich dann wiederkommen.
So tat ich auch, wieder mit meinem Backup an meiner Seite. Das war auch sehr gut, dass ich nicht allein war, denn der Arzt ließ mich über zwei Stunden warten. Wie meine Nerven Galopp gelaufen sind, brauch ich euch nicht zu erzählen, was?
Der Witz bei der Sache ist folgender:
Ich wusste von Anfang an, seit ich vom Tisch nach der Stanze aufgestanden bin, was kommt. So hatte ich keine Angst vor dem Ergebnis, ich war nur nervös, weil ich allein vor dem Arztzimmer stand..
So fing es an
Hallo Ihr Lieben,
Ich möchte Euch etwas erzählen. Ich gehe damit nach außen, um anderen Frauen, die dasselbe haben, Mut zu machen, ihnen einen Weg aufzeigen, wie man auch mit dem „großen bösen K“ auch genannt Krebs umgehen kann, denn nun bin ich nicht nur Angehöriger, sondern direkt betroffen.
Ja ihr hört richtig.
Ich bin nun 39 Jahre alt und habe eine Genveränderung auf dem sog. „P10“ Gen, welches sich im Fachchinesisch Cowden-Syndrom nennt. Das ist auch unter „Hammartomatöser Polyposis“ bekannt.
Das verursacht u.a. Polypen, die zwar meist gutartig sind, aber eben auch die generelle Krebsgefahr erhöhen und die Dinger letztendendes irgendwann entarten lassen kann.
Dies bedeutet für mich im Klartext seit 9 Jahren eine stetige gedankliche Belastung, denn wenn man jedes Jahr die große Tour fährt, von Magen- über Darmspiegelung, Mammographie, Schilddrüsentests hat man irgendwann von allen Leuten, die im weißen Kittel daherkommen, die Nase gestrichen voll. Trotz allem bin ich regelmäßig treu und brav zu den Untersuchungen gegangen.
Nun war es so, dass ich schon seit meinem 21 Lebensjahr von einem Knoten in der linken Brust weiß. Damals, als ich zum ersten Mal deswegen zur Frauenärztin gegangen bin, hieß es noch „So ein Quatsch, mit 21 hat man keine Knoten in der Brust“. Ich ging dann zu einem anderen Arzt, der mich lange Jahre betreut hat, der schickte mich dann halt jedes Jahr zur Untersuchung. Ich hatte halt lange Glück.
Doch ungefähr seit der vorletzten Untersuchung (die war 2008) begann sich der betreffende Bereich zu verändern, so umerklich, dass es mir zuerst gar nicht aufgefallen ist. Erst als ich vor ein paar Tagen auf dem Sofa lag und die Hand auf meiner Flanke liegen hatte, spürte ich dort den Knoten, und zwar so groß, dass ich erschrak.
Die Konsequenz war, dass ich mir sofort einen Termin beim Frauenarzt ausgemacht habe, den Termin hatte ich an meinem Geburtstag.
Mein Doc „jagte“ mich geradezu zur Mammographie, die fand noch am gleichen Tag statt. Gleichzeitig wurde ein Termin zur Stanze vereinbart. Diese fand am Mittwoch danach statt.
Beim Termin im Luisenhospital war ich ziemlich nervös, hatte aber „Backup“ an meiner Seite. Es ging, es war auszuhalten. Dort zeigte der Arzt mir das Ultraschallbild, es sah genau so aus, wie man das von den Filmen her kennt, wenn die Ärzte sich betreten abwenden und „Raumforderung“ murmeln..Interessant war es schon, dort zuzuschauen, ich konnte genau sehen, dass es zwei Knoten sind. Einer ist glattflächig, der andere ist hat dieses „schwarze Loch“. Dann erklärte mir der Arzt, was er tut, wie er es tut und ich konnte, als ich mich wieder etwas gefangen hatte, bei der Untersuchung zusehen.
Es ist schon komisch, wenn man sieht, wie sich die Nadel auf dem Ultraschallbild bewegt…aber nun ja. Als der Arzt in den ersten Knoten stach um Proben zu entnehmen, war es fast schmerzlos, gut auszuhalten. Jedoch bei der zweiten Probenentnahme, die in diesem „schwarzen Gewebe“ stattfand, schrie ich vor Schmerz auf. Es fühlte sich an, als ob er mir mit einem Hammer über die Rippe geschlagen hätte. Auf meine Beschwerde hin meinte der Doc „Nein hab ich nicht“ dann meinte ich sofort, dass er nun in dem anderen Bereich Proben entnommen hatte. Der Arzt bejahte und meinte „Ich muss aber nochmal da rein“. Gewappnet gegen das, was kommen musste, ging es denn weiter, und wieder tat die Entnahme ziemlich weh. Die letzte war dann wieder in dem „festen“ Bereich und wieder schmerzlos zu ertragen. Dies machte mich stutzig.
Als ich dann mit dem Arzt besprach, wann ich das Ergebnis erhalten sollte, meinte ich so zu ihm „Hm..das wird wohl was sein, was?“ Er meinte dann „so schnell schießen die Preußen ja nu nicht, lassen sie uns erstmal nachsehen“. Tags drauf sollte ich dann wiederkommen.
So tat ich auch, wieder mit meinem Backup an meiner Seite. Das war auch sehr gut, dass ich nicht allein war, denn der Arzt ließ mich über zwei Stunden warten. Wie meine Nerven Galopp gelaufen sind, brauch ich euch nicht zu erzählen, was?
Der Witz bei der Sache ist folgender:
Ich wusste von Anfang an, seit ich vom Tisch nach der Stanze aufgestanden bin, was kommt. So hatte ich keine Angst vor dem Ergebnis, ich war nur nervös, weil ich allein vor dem Arztzimmer stand..
Ich möchte Euch etwas erzählen. Ich gehe damit nach außen, um anderen Frauen, die dasselbe haben, Mut zu machen, ihnen einen Weg aufzeigen, wie man auch mit dem „großen bösen K“ auch genannt Krebs umgehen kann, denn nun bin ich nicht nur Angehöriger, sondern direkt betroffen.
Ja ihr hört richtig.
Ich bin nun 39 Jahre alt und habe eine Genveränderung auf dem sog. „P10“ Gen, welches sich im Fachchinesisch Cowden-Syndrom nennt. Das ist auch unter „Hammartomatöser Polyposis“ bekannt.
Das verursacht u.a. Polypen, die zwar meist gutartig sind, aber eben auch die generelle Krebsgefahr erhöhen und die Dinger letztendendes irgendwann entarten lassen kann.
Dies bedeutet für mich im Klartext seit 9 Jahren eine stetige gedankliche Belastung, denn wenn man jedes Jahr die große Tour fährt, von Magen- über Darmspiegelung, Mammographie, Schilddrüsentests hat man irgendwann von allen Leuten, die im weißen Kittel daherkommen, die Nase gestrichen voll. Trotz allem bin ich regelmäßig treu und brav zu den Untersuchungen gegangen.
Nun war es so, dass ich schon seit meinem 21 Lebensjahr von einem Knoten in der linken Brust weiß. Damals, als ich zum ersten Mal deswegen zur Frauenärztin gegangen bin, hieß es noch „So ein Quatsch, mit 21 hat man keine Knoten in der Brust“. Ich ging dann zu einem anderen Arzt, der mich lange Jahre betreut hat, der schickte mich dann halt jedes Jahr zur Untersuchung. Ich hatte halt lange Glück.
Doch ungefähr seit der vorletzten Untersuchung (die war 2008) begann sich der betreffende Bereich zu verändern, so umerklich, dass es mir zuerst gar nicht aufgefallen ist. Erst als ich vor ein paar Tagen auf dem Sofa lag und die Hand auf meiner Flanke liegen hatte, spürte ich dort den Knoten, und zwar so groß, dass ich erschrak.
Die Konsequenz war, dass ich mir sofort einen Termin beim Frauenarzt ausgemacht habe, den Termin hatte ich an meinem Geburtstag.
Mein Doc „jagte“ mich geradezu zur Mammographie, die fand noch am gleichen Tag statt. Gleichzeitig wurde ein Termin zur Stanze vereinbart. Diese fand am Mittwoch danach statt.
Beim Termin im Luisenhospital war ich ziemlich nervös, hatte aber „Backup“ an meiner Seite. Es ging, es war auszuhalten. Dort zeigte der Arzt mir das Ultraschallbild, es sah genau so aus, wie man das von den Filmen her kennt, wenn die Ärzte sich betreten abwenden und „Raumforderung“ murmeln..Interessant war es schon, dort zuzuschauen, ich konnte genau sehen, dass es zwei Knoten sind. Einer ist glattflächig, der andere ist hat dieses „schwarze Loch“. Dann erklärte mir der Arzt, was er tut, wie er es tut und ich konnte, als ich mich wieder etwas gefangen hatte, bei der Untersuchung zusehen.
Es ist schon komisch, wenn man sieht, wie sich die Nadel auf dem Ultraschallbild bewegt…aber nun ja. Als der Arzt in den ersten Knoten stach um Proben zu entnehmen, war es fast schmerzlos, gut auszuhalten. Jedoch bei der zweiten Probenentnahme, die in diesem „schwarzen Gewebe“ stattfand, schrie ich vor Schmerz auf. Es fühlte sich an, als ob er mir mit einem Hammer über die Rippe geschlagen hätte. Auf meine Beschwerde hin meinte der Doc „Nein hab ich nicht“ dann meinte ich sofort, dass er nun in dem anderen Bereich Proben entnommen hatte. Der Arzt bejahte und meinte „Ich muss aber nochmal da rein“. Gewappnet gegen das, was kommen musste, ging es denn weiter, und wieder tat die Entnahme ziemlich weh. Die letzte war dann wieder in dem „festen“ Bereich und wieder schmerzlos zu ertragen. Dies machte mich stutzig.
Als ich dann mit dem Arzt besprach, wann ich das Ergebnis erhalten sollte, meinte ich so zu ihm „Hm..das wird wohl was sein, was?“ Er meinte dann „so schnell schießen die Preußen ja nu nicht, lassen sie uns erstmal nachsehen“. Tags drauf sollte ich dann wiederkommen.
So tat ich auch, wieder mit meinem Backup an meiner Seite. Das war auch sehr gut, dass ich nicht allein war, denn der Arzt ließ mich über zwei Stunden warten. Wie meine Nerven Galopp gelaufen sind, brauch ich euch nicht zu erzählen, was?
Der Witz bei der Sache ist folgender:
Ich wusste von Anfang an, seit ich vom Tisch nach der Stanze aufgestanden bin, was kommt. So hatte ich keine Angst vor dem Ergebnis, ich war nur nervös, weil ich allein vor dem Arztzimmer stand..
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