Warum hab ich eigentlich Angst? und, wovor?
Ich hab grad (es ist immer noch Tag 7, aber abends) einen 1a Angst-und Panik-Anfall gehabt. Wovor? Dass ich mich verliere. Ja woran, zum Geier? An die Krankheit?
Dann, um mich wieder zu beruhigen, hab ich folgendes versucht:
Ich bin die Treppen im Krankenhaus rauf und runter geflitzt. Hat nix geholfen, das Heulen wollte nicht aufhören.
Dann bin ich wieder in mein Zimmer, hab versucht, mich zu beherrschen. Das ging gar nicht.
Dann hab ich mich auf den Balkon geflüchtet und hab's kommen lassen. Nicht lange danach hockte ich auf den Hacken am Boden (im Sinne des Wortes) und hab geflennt. Heulkrampf, Angst, Panik, Gefühle, der einsamste, verlassenste Mensch auf der Welt zu sein.
Immer wieder hab ich versucht, mich zu beherrschen, und mir überlegt Was macht mich aus? Die Krankheit? Der Krebs?
N E I N !!!
Mich machen meine Entscheidungen, mein Denken, mein Fühlen, mein Leben, meine Spiritualität und meine Fehler aus. Sie machen mich zu dem, was ich jetzt bin. Und nichts anderes (Himmel, gesäß und Nahtmaterial!)
Dann, noch mit nassen Augen, hab ich angefangen zu lachen. weil ich jemand fragen hörte (Danke, Dad!) "Warum fürchtest Du dich dann und weinst?"
Ja, hab ich dann gedacht, und überlegt. Warum? Es ist völlig unnötig. Der Drache grinste mich an, dann sah ich, dass ich ebend nicht allein auf dem Balkon saß. Das war schön!
Dann, spät in der Nacht, tat mir die Stelle so weh, wo ich den Ball drauf bekommen hatte, dass ich Hilfe bei der Stationsärztin suchte. Sie zog missbilligend die Brauen hoch und meinte "Ultraschall". Ich stiefelte des nachts um halb zwölfi hinterher und konnte dann auf dem Bildschrim sehen, dass sich ein Hämatom gebildet hatte. Tennisball groß. Super. Die Konsequenz hieraus war: 2. Operation!
Ich war bedient, hab dann meine Leuts angerufen und informiert. Die haben mich aufgefangen, das war gut, und hat mir wieder so viel kraft gegeben, dass ich sogar abends schlafen konnte.
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