Donnerstag, 15. Juli 2010

Nachbericht


Die Zeit von der zweiten Operation bis jetzt ist - rein körperlich - leicht bis interessant verlaufen.

Eine Woche nach OP war ich schon wieder zu hause und habe dort langsam angefangen, mich wieder zusammen zu bauen. Habe (zumeist) treu und brav auf alle gehört, war geduldig und vorsichtig.

Soweit so gut.

Auch die ersten beiden größeren Exkursionen habe ich - trotz anstrengender Zugfahrt, Orkan, exzessivem Holzhacken, zuviel Whiskey, und allerlei psychischen "Po"tritten ganz gut überstanden.

Dann hatten die Götter das nächste BonBon für mich..am 04.04., 2 Tage nach meinem Übergang in das Schwarzmond-Stadium - verstarb meine Mutter.

Dass es passiert war klar und zu erwarten, nur dass es auf die Weise passierte, die mich letztes Jahr vor Samhein hätte erledigen können, war eben besonders toll. Ja es war nicht der Krebs, es war eine sturzbachartige Magenblutung. Nun ja.

Gehen lassen hab ich sie können, auch die Beerdigung ist mittlerweile schon 2 Wochen her, doch es ziept und zwar gewaltig.

Vor ein paar Jahren las ich mal diesen Satz "Wenn der Vater geht, ist es ein Schlag, wenn die Mutter geht, hört die Welt auf sich zu drehen". So verkehrt ist dieser Satz nicht...ganz im Gegenteil.

Ich bin sehr froh um den Beistand, den ich in dieser Zeit erfahren habe. DANKE an die Betreffenden von hier aus!

Wir sagen "wir sehen uns wieder", und das ist alles richtig, nur was so ziept, ist der Verlust. Dass man halt nun nicht mal eben mehr den Bus nehmen kann und denjenigen besuchen kann...oder abends mal zum Telefonhörer greift und fragt "Hör mal, wie war das nochmal mit Deinem Rinderbraten? Kommt da Muskat oder Zimt dran?"

Na ja, es wird schon gehen...entwerf ich eben meine eigenen Rezepte und geb die weiter.

In diesem Sinne....(tränen wegwischt)


Vamonos!

Morag

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